Allgemein, Kleidung

Nachhaltige Mode

Als ich zum Thema Shopping einen Artikel auf dw.de gesucht habe, stieß ich auf Nunu Kaller. Die Wienerin brachte es vom Shopaholic zur kritischen Konsumentin und sie lebte ein Jahr ohne Kleiderkauf. Und dann noch ein weiteres.
Es hat sie selbst erschreckt, wie viel sie einkaufte, ohne darüber nachzudenken und musste ihre Plastiktüten mit Klamotten sogar von ihrem Freund verstecken, denn es waren echt viele und dieser übermäßige Konsum war jedenfalls alles andere als normal. 2013 hat sie ein Buch veröffentlicht und führt heute einen sehr spannenden Blog „Ich kauf nix!“.

Nachhaltige Mode wird immer populärer und man kann schöne Kleidungsstücke bei Manufactum, Grüne Erde oder Manomama kaufen, jedoch droht manchen nachhaltigen Modeunternehmen kurz nach der Gründung ein jähes Ende und sie gehen leider Pleite. Warum passiert das? Erstens, gibt es noch nicht genug Nachfrage, außerdem ist fair-produzierte Kleidung auch entsprechend teuer. Regionale und hochwertige Stoffe, fair bezahlte Angestellte und nur noch wenige Aufträge – all das macht ausreichend Profit, der ein langes Unternehmensleben gewährleisten könnte, einfach nicht möglich.

Friendship Together Bonding Unity Youth Culture Concept
Hochwertige und fair produzierte Kleidungsstücke halten länger

Dennoch gibt es Seminare und Führungen durch München, wo man die Gravitationspunkte der nachhaltigen Mode findet. Sie klären Interessenten auf, aber wir sollten auch andere engagieren können und nicht nur diejenige, die eh schon auf der Suche nach fairer Mode sind. „Teuer“ kaufen sollte als eine nachhaltige Investition in die Haltbarkeit der Kleidung gesehen werden und nicht als Geldverschwendung. Kik oder Takko können uns nicht die Waren anbieten, die wir in 2 Jahren noch häufig tragen können.

Die wichtigsten Kriterien für die nachhaltige Mode sind:

  • Der Standort sollte in Deutschland, Österreich oder der Schweiz sein.
  • Die Stoffe sind überwiegend aus Bio-Anbau und kontrolliert biologischer Tierhaltung, frei von Schadstoffen und sind mit Siegeln (Fairtrade, GOTS, IVN u.a.) gekennzeichnet.
  • Die Unternehmer selbst leisten einen gewissen Beitrag in den Umweltschutz und nutzen Ökostrom, CO2-neutralen Versand usw.

Hier habe ich nachhaltige Mode-Hersteller, die nur Bio-Stoffe verwenden, aufgelistet und Links zu ihren Web-Seiten hinzugefügt:

Beschreibungen zu den Marken findet ihr hier (einfach auf die Brands klicken)
Ich habe fest vor, diesen Artikel mit meinen eigenen Beschreibungen zu ergänzen.

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Mehr dazu:

Und was schreiben die Medien darüber?

 

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Allgemein, E-Autos

Nachhaltig fahren

Meine Freunde wissen, dass ich lieber mit dem öffentlichen Verkehr fahre als mit dem Auto. Dafür gibt es einige Gründe: Der ÖPNV ist umweltfrendlicher, pro Person stößt der Bus z.B. weniger CO2 in die Atmosphäre aus; unter anderem habe ich damit keine Autoreparatur- oder Spritkosten und habe ein gutes Gewissen.

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E-Autos sind umweltfreundlich und cool ☝🏼

Vor ein paar Wochen bin ich mit einem E-Auto in Berlin gefahren und diese Erfahrung hat vieles auf den Kopf gedreht! Dieses Auto ist so leise, schnell, sicher und innovativ, dass ich mir nur diese auf den Straßen wünschen würde. Dieser Wagen hat noch einen weiteren Vorteil: er benötigt so gut wie keine Investitionen in Reparatur u. Ä., da es im Prinzip nichts an ihm gibt, was regelmäßig kaputt gehen kann. Keine Verschleißteile wie Motor, Pumpen etc.

Dennoch haben E-Autos eine wichtige Schwäche. Man verbraucht ziemlich viele Ressourcen bei der Herstellung der Akkus und die Frage ist, ob diese auch in der Zukunft für alle verfügbar sein können?

Mehr dazu bei Zeit ONLINESinn und Unsinn der E-Mobilität“
Wer noch mehr über das Thema E-Autos lernen möchte, kann bei RobinTV vorbeischauen

Viel Spaß!

 

Bio-Produkte

Wie unterscheide ich Bio von „Bio“?

Ich werde oft gefragt, was ich gegen Lebensmitteldiscounter und die „Bio-Produkte“ ihrer Eigenmarken habe. Ich habe mittlerweile schon gelernt, Bio von „Bio“ zu unterscheiden. Zum Einen gibt es die Richtlinien für das EU-Bio-Siegel, welche wesentlich schwächer sind, als die von folgenden Bio-Anbauverbänden: Bioland, Naturland, Demeter, Ecovin, Biopark, Ecoland, Gäa und Biokreis Bioland, Naturland, Demeter, Ecovin, Biopark, Ecoland, Gäa und Biokreis.

 

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So seht mein Einkauf aus (Demeter, Bioland und Naturland)

Wollt ihr Heumilch von gehörnten Kühen trinken, die genug Raum zum artgerechten Leben haben? Ich auch, deswegen achte ich auf diese Siegel.
Schaut einfach auf das Siegel auf der Packung, da sollte eins der genannten Verbänden drauf stehen.
Wegen der Niedrigpreis-Strategie können die Ketten wie Lidl, Aldi oder Netto ihren Kunden keine hochwertigen Bio-Produkte anbieten. Bei geringem Einkommen lässt sich trotzdem ganz gut auskommen, selbst wenn man auf dem Markt bei Bio-Händlern, in Reformhaus Vita Nova, Tagwerk Biomarkt oder Alnatura einkauft. Der heutige Bürger von Industrie- und Schwellenländern ist häufig übergewichtig, konsumiert übermäßig und mehr, als sein Körper braucht. Nicht selten wird im Affekt gekauftes Essen weggeschmissenen.
Obst und Gemüse mit dem Demeter-Siegel werden schneller faul, da sie nicht mit Konservierungsstoffen behandelt werden. Deswegen macht es Sinn, Gerichte für die Woche im Voraus zu planen und die Zutaten frisch einzukaufen. Lieber geht man zwei-drei mal einkaufen, als dass der Wocheneinkauf zur Hälfte vergammelt. Wo kaufe ich ein? Tagwerk, Reformhaus, Pasinger Viktualienmarkt und andere Bioläden haben immer eine saisonale Auswahl an frischem Obst und Gemüse. Wenn auf dem Preisschild keine Info über die Herkunft der Waren steht, fragt die Verkäufer, ob ihre Lebensmittel Demeter-zertifiziert sind oder nicht. Gutes Brot kann man bei Herrmannsdorfer kaufen.

 

Mehr dazu:

„Lidl Bio, Aldi Bio & Co.: Die Experten über Bio vom Discounter“